Tipps und Tricks für eine bessere Übungsroutine beim Gitarrespielen

Heute beschäftigen wir uns mit dem Thema Übungsroutine. Diese ist wichtig um konsequent am Ball bleiben zu können. Wir finden heraus, wie ihr ohne Ablenkung üben und Fortschritte machen könnt. Deshalb findet ihr hier unsere vier Tipps für eine bessere Übungsroutine.

Schritt 1: Lege einen Zeitplan fest

Das Wichtigste beim Üben ist es, genau zu definieren, wann und wie lange ihr jede Woche üben wollt. Am Anfang sind es vielleicht nur 10-15 Minuten und das ist vollkommen in Ordnung. Bestimmt feste Wochentage an denen ihr üben möchtet: Montag, Mittwoch, Freitag – Die Übungszeit kannst du dir frei einteilen, egal ob morgens mittags oder abends, ihr werdet immer genug Zeit finden, die Gitarre in die Hand zu nehmen. Bestimme was du üben möchtest, bevor die Übungszeit beginnt. So kannst du effizient lernen, ohne dir darüber Gedanken zu machen, was du nun eigentlich lernen sollst. So nutzt ihr die geplante Übungszeit optimal aus.

Wichtig ist auch, dass ihr euch keinen Druck machen solltet, Stundenlang üben zu müssen. Es ist besser 3-4 mal die Woche für 10-15 Minuten zu üben, als einmal pro Woche eine Stunde zu üben. Vielen Einsteigern fällt es anfangs schwer sich über längere Zeit auf das Spielen und Üben zu konzentrieren, weshalb lange Übungszeiten eher kontraproduktiv sind.

Schritt 2: Nutze deine Zeit sinnvoll

Wie bereits erwähnt ist es sinnvoll, sich im Vorfeld zu überlegen, was man eigentlich üben möchte. Viele Einsteiger überfordern sich selbst, da sie versuchen alles gleichzeitig zu üben. Anfangs solltet ihr deshalb darauf achten, dass Ihr eure Übungen in drei Richtungen unterteilt: Akkorde, Fingergeschick und Rhytmusarbeit.

Wenn Ihr gerade mit dem Gitarrespielen beginnt, dann ist es ratsam, mit Akkorden und Akkordwechseln, sowie dem Fingergeschick zu beginnen. Der schönste Rhythmus ist nämlich nur so gut, wie die Akkorde die ihn begleiten.

Folgendermaßen können sinnvolle Zeiteinteilungen aussehen:

Routinebeispiel 1 – 15 Minuten

5 min Aufwärmen (Picking Übungen)

5 min Akkordwechsel (jeweils 2-4 Akkorde; G, Em, C, D oder A, D E)

5 min Rhythmusarbeit

Routinebeispiel 2 – 15 min mit Akkordfokus

5 min Aufwärmen (Picking Übungen)

10 min Akkordwechsel (jeweils 2-4 Akkorde; G, Em, C, D; A, DE)

Routinebeispiel 3 – 30 Minuten

6 Minuten Aufwärmen (Picking Übungen)

10 min Akkordwechsel

6 min Rhythmusarbeit

8 min Akkordwechsel

TIPP: Verwendet einen Timer um euch selbst zu überwachen. 5 Minuten konzentrietes Üben können nämlich länger erscheinen als man denkt.

Schritt 3: Konzentriere dich auf deine Schwächen

Überlegt euch im Vorfeld in welchen Bereichen Ihr euch verbessern wollte: Ihr wollt, schnellere Song spielen, kommt aber noch nicht mit den Akkordwechseln zurecht? Dann solltet Ihr bei der nächsten Übung den Fokus auf die Akkordwechsel und eure Handgeschicklichkeit legen. Übt fokussiert und hebt euch das Spielen von Songs als Belohnung für das Ende der Übungszeit auf. So bleibt ihr konzentriert und lasst euch weniger leicht ablenken. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Schritt 4: Überwache deinen Fortschritt mit einem Metronom

Dieser Punkt ist wichtig für die Langzeitmotivation. Packt euch neben dem Metronom zusätzlich ein kleines Notizbuch in eure Gitarrentasche. So könnt ihr bei jedem Üben feststellen, in welcher Geschwindigkeit ihr geübt habt und wie sich die Geschwindigkeit mit der Zeit verbessert. Wenn man dann nach ein paar Wochen oder Monaten zurückblickt kann man oft große Unterschiede feststellen.

Wenn Ihr bespielsweise Akkordwechsel üben möchtet, könnt Ihr dies folgendermaßen aufschreiben:

Em auf C: 30 bpm

Em auf G: 28 bpm

Em auf D: 25 bpm

C auf G: 15 bpm

C auf D: 20 bpm

G auf D: 18 bpm

*bpm = Schläge pro Minute

Ihr könnt so jede Woche die Geschwindigkeit um einige Schläge erhöhen und euch so selbst herausfordern. Achtet aber darauf, dass Ihr es nicht übertreibt und unsauber werdet. Jede Erhöhung ist ein Fortschritt und sollte auch als solcher gesehen werden.

Hoffentlich haben euch unserer Tipps geholfen und Ihr könnt einiges davon in euren Übungsalltag übernehmen. Üben ist wichtig, aber auch der Spaß sollte nicht zu kurz kommen, da man sonst schnell die Motivation verliert. Deshalb belohnt euch zum Ende eurer Übung hin immer mit einem kurzen Song, den Ihr gerne spielt.

Effizient üben.: Wertvolle Übezeit optimal nutzen. Nicht nur für Gitarristen.
Für alle, die sich noch ausführlicher mit dem Thema „effizientes Üben“ beschäftigen wollen, empfehle ich das Buch „Effizient Üben“ von Wolfgang Meffert. Es bietet viele praktische Tipps und Tricks und hilft dabei, am Ball zu bleiben.

Letzte Aktualisierung am 22.10.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API